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Dr. med. Dagmar Wahl
Fachärztin für Humangenetik
Fachärztin für Kinderheilkunde
(nicht praktizierend)

Zusatzbezeichnung Psychotherapie

Genetische Beratung Augsburg

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Gendiagnostikgesetz
Die humangenetische Beratung erfolgt bei allen genannten Fragestellungen nach den Vorgaben des Gendiagnostikgesetzes. Einverständniserklärungen zur Einleitung genetischer Diagnostik werden im Rahmen des genetischen Beratungsgespräches zur Verfügung gestellt. Das seit 1. Februar 2010 geltende Gendiagnostik-Gesetz (GenDG) regelt die Bedingungen, unter denen genetische Diagnostik ablaufen soll. Das GenDG verlangt eine genetische Beratung bei jeder pränatalen und prädiktiven genetischen Diagnostik vor der Untersuchung und nach der Befundmitteilung. Jegliche genetische Diagnostik setzt neben dem Angebot der genetischen Beratung eine schriftliche Einwilligungserklärung des Ratsuchenden voraus. Der Aufklärung durch den verantwortlichen Arzt ("verantwortliche ärztliche Person" gemäß GenDG) vor der Einwilligung misst das GenDG daher hohe Bedeutung zu.

Schwangerschaftskonfliktberatungsgesetz
Die humangenetische Beratung im Zusammenhang mit der Indikationsstellung zum straffreien Schwangerschaftsabbruch nach § 218a StGB erfolgt zusätzlich nach den Vorgaben des Schwangerschaftskonfliktberatungsgesetzes. In Augsburg besteht seit 2004 der Qualitätszirkel Pränataldiagnostik, wodurch eine interprofessionelle Betreuung betroffener Paare gewährleistet ist.

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Inhalt und Aufgabe der Schwangerschaftskonfliktberatung sind in § 219 Strafgesetzbuch (StGB) in Verbindung mit §§ 5 und 6 Schwangerschaftskonfliktberatungsgesetz (SchKG) festgelegt. Im einzelnen umfasst die Schwangerschaftskonfliktberatung (§ 5 Abs. 2 SchKG):

  • das Eintreten in eine Konfliktberatung, wobei erwartet wird, dass die schwangere Frau der sie beratenden Person die Gründe mitteilt, derentwegen sie einen Abbruch der Schwangerschaft erwägt; die Gesprächs- und Mitwirkungsbereitschaft der schwangeren Frau kann aber nicht erzwungen werden;
  • jede nach Sachlage erforderliche medizinische, soziale und juristische Information, die Darlegung der Rechtsansprüche von Mutter und Kind und der möglichen praktischen Hilfen, insbesondere solcher, die die Fortsetzung der Schwangerschaft und die Lage von Mutter und Kind erleichtern;
  • das Angebot, die schwangere Frau bei der Geltendmachung von Ansprüchen, bei der Wohnungssuche, bei der Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit für das Kind und bei der Fortsetzung ihrer Ausbildung zu unterstützen sowie das Angebot einer Nachbetreuung. Auf Wunsch der Schwangeren kann auch über Möglichkeiten unterrichtet werden, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden.